Lebe den Tiefschnee-Traum

Deep Powder, steile Rinnen, First Lines – wer mit diesen Begriffen etwas anfangen kann, ist in Andermatt+Sedrun+Disentis hundertprozentig richtig. 

Der Gemsstock in Andermatt

Abfahrten über 1‘500 Höhenmeter, anspruchsvolle Rinnen und Couloirs in allen Facetten warten auf dem knapp 3‘000 Meter hohen Gemsstock in Andermatt auf Freeride-Experten. Der Berg ist weltbekannt für seine Abfahrten «Felsental», «Giraffe», «Guspis» oder «Geissberg». Sie bieten verschiedenste Routen durch den Deep Powder: von zehn Kilometer langen Abfahrten bis zum felsdurchsetzten Gelände. Bekannt ist vor allem die «Giraffe», die ihren Namen ihrem Verlauf auf der Landkarte verdankt. Beschreibungen werden diesem Gebiet aber nicht gerecht – es empfiehlt sich ein Bergführer, um dieses Plus an Freeride selbst erleben zu können!

Safety first

Alle Abfahrten abseits der Piste sind steil und lawinengefährdet. Erfahrungen im freien Gelände, sicherer Umgang mit der Lawinenausrüstung und eine seriöse Vorbereitung samt Überblick über die aktuelle Lawinensituation sind ein absolutes Muss vor jeder Tour.

Das Tiefschneefahren ist immer ein Risiko und ein Bergführer wird unbedingt empfohlen, wenn man das Gebiet nicht kennt oder sich unsicher über seine Off-Piste-Kenntnisse ist.

Lawinen-Trainingsfelder

Wer im offenen Gelände unterwegs ist, setzt sich immer einem gewissen Risiko aus. Deshalb sollte der Ernstfall und der Umgang mit Lawinenverschütteten-Suchgeräten (LVS), Sonde und Lawinenschaufel geübt werden. Ideal dafür sind die Lawinentrainingsfelder unterhalb der Mittelstation der Gemsstockbahn, sowie neben der Bar Nevada in Disentis. Hier liegen mehrere LVS-Sender in mässig steilem Gelände und verschiedenen Tiefen vergraben. Per Funk werden die Sender über die Anlage aktiviert und anschliessend in wirklichkeitsnahen Bedingungen gesucht. Die Anlagen sind kostenlos und dank angebrachter Instruktionen leicht bedienbar.