Winteraktivitäten in Andermatt+Sedrun+Disentis

Natürliches Doping und Glückshormone: Ein Plus an Winter abseits der Pisten

«Wir begrüssen Sie im Regionalzug nach Andermatt.» Es geht los. Die Ebene macht Platz für die Berge. Noch ist der Himmel grau, die Fahrbahn matschig. Der Zug zwängt sich durch das Tal entlang der Reuss. Ab Erstfeld erklimmt der Zug in den nächsten 50 Minuten gut 1000 Höhenmeter. Es wird weisser. Drei Zugschleifen und einen Tunnel später öffnet sich das Tal. Vor uns liegt Andermatt in einer verschneiten, majestätisch anmutenden Hochebene: Angekommen im Winter-Kleinod. Gibt es etwas Schöneres als frische Bergluft, verschneite Baumwipfel, Berge umhüllt mit einer weissen, ebenmässigen Schneeschicht und leise Schneeflocken, die sanft vom Himmel fallen? Der Winter im Skigebiet Andermatt+Sedrun+Disentis rückt das wesentliche in den Vordergrund: Frische Luft, Freiheit, klare Sicht, die eigenen Spuren.

Natürliches Doping in der Höhe

Das Skigebiet Andermatt+Sedrun+Disentis bietet alles, was das Wintersportler-Herz begehrt: 33 Liftanlagen, 180 km Pisten, Schneesicherheit und eine hervorragende Anbindung aus allen Himmelsrichtungen mit dem Zug. Es gibt aber eben auch das gewisse Plus, das nicht so offensichtlich ist: Man steigt aus dem Zug, atmet tief durch und macht sich einfach auf den Weg in den Schnee. Ein Schritt vor den anderen. Die kristallklare Luft gefüllt mit Sauerstoff strömt in den Körper und kurbelt die Energieproduktion der Zellen an. Der in der Höhe abnehmende Luftdruck verringert den Sauerstoffanteil in der Luft. Um das auszugleichen, produziert der Körper mehr rote Blutkörperchen. Dadurch wird trotz weniger Sauerstoff in der Luft nicht nur mehr Sauerstoff aufgenommen, sondern auch mehr Kohlendioxid ausgeatmet. Das wirkt wie natürliches Doping. Dass man sich nach einem Winterurlaub in Andermatt+Sedrun+Disentis also fitter als zuvor fühlt, kann man sogar wissenschaftlich erklären.

Das Glückshormon am Serviertablett

All das ist im Moment aber «schnurz», wie der Schweizer sagen würde. Einfach das Knirschen des Schnees hören, zwischendurch das Plätschern der Oberalpreuss – und sonst nichts. Zurückgelassen werden nur Fussstapfen – und mit ihnen all die Gedanken an den Alltag. Bei der kleinen Wanderung von Andermatt in das etwas höher und östlich gelegene Nätschen entlang der Oberalppassstrasse spürt man bereits alle medizinisch nachgewiesenen Auswirkungen des Wanderns: Dopamin, das Glückshormon, wird ausgeschüttet, eine meditative Entspannung setzt ein, die Schönheit der Natur regt die Phantasie an. Das nennt man mal einen gelungenen Einstieg in den Urlaub.

«Hindersi» den Berg hinunter

Das Plus an Energie will am nächsten Tag ausgelebt werden! Die Auswahl neben dem Skifahren ist gross: Schlitteln, Langlaufen, Schneeschuhwandern. Nein, es braucht mehr Action. Snowtubing in Sedrun – das ist es! Im Schlauchreifen geht es mal vorwärts, mal «hindersi» (rückwärts) die 200 Meter lange Snowtubing-Piste runter. Rauf bequem mit dem Zauberteppich. Oben rein in den Reifen, Füsse in die Luft und hopp. Jetzt mal in Bauchlage! Zum Schnee gibt’s ein Riesen-Gigälä (Lachen) im Gesicht! Ein Riesenspass. Jetzt will man noch mehr Adrenalin!

Das Plus für «Schpinoggel» abseits der Piste

Jetzt wird Andermatt+Sedrun+Disentis unsicher gemacht – und zwar auf dem Fahrrad. Im Winter Velofahren ist was für Schpinoggel (Verrückte)? Keineswegs, dank der dicken Pneus ist das Radfahren mit FatBikes auf Schneefahrbahn genauso sicher wie im Sommer. Wer aber den Kick sucht, kann in Disentis auch über die Piste heizen. Dort wird vor oder nach dem Skibetrieb der Lift nur für Fatbiker angeworfen. Das war aber erst mal genug Action für einen Tag. Morgen kommt wieder die Entspannung dran und zwar beim Trendsport Langlaufen.  

 

Glück, Freiheit, Lebenslust

Die Loipenauswahl in Andermatt+Sedrun+Disentis fällt auf eine Tour, die alle Langlauf-Stückeln spielt: die Rundloipe Sedrun. 12 km lang erstreckt sie sich von Sedrun bis Dieni. Sie kombiniert fordernde Aufstiege mit rasanten Abfahrten und lockeren Gleitpassagen. Das Gute daran: Man kann sich aussuchen, welche Abschnitte man bezwingen möchte. Zurück nimmt man bequem den Zug.

Mit Raureif umhüllte Bäume und Sträucher säumen den Weg. Man schwebt durch die glitzernde Landschaft und all die Entspannung, deren Vorgeschmack man schon beim Wandern auskosten durfte, stellt sich mit einer unglaublichen Intensität ein. Das Dopamin und die roten Blutkörperchen schiessen nur so durch die Adern. Glück, Freiheit, Lebenslust: das Plus von Andermatt+Sedrun+Disentis.

Das nachhaltige Schweizer Plus

In Dieni, westlich von Sedrun, geht es vorbei an den Überresten der Burg Putnengia an einer steil abfallenden Felsrippe. Der um 1200 erbaute Wehrturm ragt heute noch sieben Meter über den Grund. Am Talboden gemütlich entlang des Rheins durch Wald und Felder. Besonders romantisch wird es nachts, wenn man auf den zwei Kilometer beleuchteten Bahnen zwischen Ara und Giu Mila bei Sedrun schwebt. Als krönender Abschluss der Schweizer Ferien gibt es ein original Schweizer Fondue im heimeligen Beizli (Gastronomie) direkt am Weg. Die Ustria Campadi in Sedrun ist nur eine von vielen gemütlichen Einkehrmöglichkeiten. In Andermatt+Sedrun+Disentis fühlt und erlebt man das Plus nicht nur, man schmeckt es sogar. Auch der Genuss des Schweizer Käse kurbelt die Dopaminproduktion an. Ehrenwort! Rundum zufrieden schlummert man am Heimweg im Zug selig ein. Dank der guten Zuganbindung endet der Tag auch zuhause mit dem besonderen Plus an Entspannung von Andermatt+Sedrun+Disentis.