Und in der Mitte entspringt ... ein Skigebiet.

Andermatt+Sedrun+Disentis und die zentrale Lage im Herzen Europas

Seit jeher geniesst das Gotthardmassiv eine ganz besondere Bedeutung in der „Mitte Europas“. Schon die Römer erkannten, dass man über die Pässe des Schweizer Massivs in einem Auf- und Abstieg die Alpen von Norden nach Süden überqueren kann. Sie nannten den Gotthard Adula Mons, der steile Berg, oder Mons Tremolar, der zitternde Berg. Römische Münzfunde und der Goldschatz von Erstfeld im Reusstal weisen darauf hin, dass auf der Strecke bereits zu frühen Zeiten Händler unterwegs waren. Trotzdem: Im Vergleich mit dem Brenner- und dem Reschenpass im österreichischen Tirol waren die Pässe am Gotthard zu hoch und zu steil für die schweren Viehwägen der Händler. Es folgten ein Postkutschenweg und mit Ende des 19. Jahrhunderts der berühmte Gotthard-Tunnel. Damals eine menschliche Meisterleistung, die den Norden und Süden Europas relativ schneesicher miteinander verband. Das ist auch heute noch so.

Zentral in den Urlaub

Ende des 19. Jahrhunderts erreichte der Tourismus die Höhen rund um Gotthard- und Furka-Pass. Gäste aus ganz Europa kamen zur Höhenkur und zum Müssiggang in das gefühlte Herz der Schweiz. Eine Tradition, die auch heute auf Grund der zentralen Lage und Erreichbarkeit wiederauflebt. Zwei Kantone verbindet das Skigebiet Andermatt+Sedrun+Disentis: Uri und Graubünden. Letzterer reicht geografisch von Disentis in den Nordosten Zentraleuropas: An die Grenze Österreichs mit den Bundesländern Tirol und Vorarlberg, Liechtenstein und die deutsche Bodenseeregion.  Andermatt und Sedrun im Kanton Uri sind (wie schon geschichtlich erwiesen) sowohl von Norden – sprich dem Schweizer Vorland und Deutschland – ohne Mühen zu erreichen, aber auch von dem Kanton Tessin und der Mailänder Metropolregion im Süden.

Man fährt wieder Bahn

Dass mit der Erreichbarkeit ist auch so eine Schweizer Sache: Die Schweizer Bahn achtet schon seit langem auf eine nahtlose und problemlose Verbindung aller Orte innerhalb der Schweiz. Manch einer mag es einen nachhaltigen Gedanken nennen, andere einen basisdemokratischen Weg, allen Schweizern alle Orte der Schweiz zugänglich zu machen. Fakt ist, dass man von jeder grösseren Stadt der Schweiz mit dem Zug direkt in das Skigebiet reisen kann. Andermatt und Sedrun, aber auch Disentis erreicht man aus allen Richtungen mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn bzw. der Rhätischen Bahn: Ab dem Bahnknotenpunkt Chur in das Surselva-Tal nach Disentis und weiter über den Oberalppass in Richtung Andermatt oder ab RegioExpress-Bahnhof in Göschenen im Kanton Uri über Andermatt in Richtung Disentis. Ob nun mit dem Auto oder mit dem Zug: Die Orte des Skigebiets Andermatt+Sedrun+Disentis verfügen nicht nur über Bahnhöfe und Parkplätze, sondern auch über entsprechende Sportgeschäfte mit Verleih, die auch die – unter Umständen – voluminöse Mitnahme von Skiequipment obsolet machen. So einfach kann Skifahren sein.

It’s no time

Andermatt+Sedrun+Disentis liegt zwar inmitten der Westalpen, ist aber von allen mitteleuropäischen Metropolen bestens und in kürzester Zeit erreichbar. An was das liegt? An oben schon erwähnten, seit Jahrhunderten ausgebauten Strassen- und Gleisnetzen. Von Zürich fährt man mit dem Auto in ca. 1,5 Stunden nach Andermatt und parkt bequem an der Talstation des Gütsch-Express (dort gibt es sogar eigene Familienparkplätze). Von Mailand braucht man mit dem Auto 2,5 Stunden nach Andermatt und direkt nach Disentis 15 Minuten länger über den Lukmanierpass. Übrigens: Der Lukmanierpass bietet die einzige Möglichkeit, die Schweizer Alpen mit dem Auto zu überqueren (im Sinne einer Nord-Süd-Querung), ohne eine Meereshöhe von über 2000 Metern zu überschreiten. Andermatt und Disentis sind in jeweils knapp vier Stunden von Stuttgart zu erreichen, ab der österreichischen Bodenseeregion reduziert sich die Fahrzeit auf zwei Stunden. Wer die hohen 3000er als unüberwindbar betrachtet, kann daher erleichtert aufatmen: Das Skigebiet Andermatt+Sedrun+Disentis ist nicht nur zentral und ausgesprochen einfach erreichbar, es ist ausserdem auch eines der modernsten Skigebiete der Schweiz. Also ab durch und in die Mitte.

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